Die Sonne scheint, und du merkst es sofort. Nicht weil die Luft wärmer geworden ist – die bleibt, was sie ist – sondern weil Infrarotstrahlung direkt auf deine Haut trifft und sie von außen wärmt. Die Luft ringsum ist irrelevant für diesen Effekt. Er passiert auf deiner Haut, nicht in der Atmosphäre.
Wie stark ist der Effekt?
Das kommt auf den Sonnenstand, die Bewölkung und den Wind an.
| Situation | Strahlungswärme auf der Haut |
|---|---|
| Voller Sommer, Sonne hoch | +7 bis +10°C |
| Frühjahr oder Herbst | +4 bis +6°C |
| Winter, flache Sonne | +1 bis +3°C |
| Halb bewölkt | +2 bis +4°C |
| Geschlossen bewölkt | ~0°C |
Im Hochsommer bei senkrechter Sonne ist der Effekt am stärksten – die Energie trifft pro Flächeneinheit Haut am konzentriertesten auf. Im Winter steht die Sonne flach, der Winkel ist ungünstig, und die Strahlung kommt geschwächt an.
Dunkle Kleidung und helle Kleidung
Dunkle Stoffe absorbieren mehr Sonnenstrahlung als helle. Ein schwarzes T-Shirt nimmt im Sommer mehr Wärme auf als ein weißes – was angenehm sein kann, wenn es kühl ist, aber unangenehm, wenn es ohnehin schon warm ist. Im Winter spricht das eher für dunklere Oberbekleidung, wenn du die Sonne als Wärmequelle nutzen willst.
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Was das praktisch bedeutet
Bei 16°C und Sonne im Frühjahr kann sich die kurze Hose richtig anfühlen – zumindest solange du in der Sonne bleibst. Sobald Wolken kommen oder du in den Schatten gehst, ist das Polster weg. Wer weiß, dass er viel in der Sonne unterwegs ist, kann leichter anziehen. Wer im Schatten arbeitet oder in der Innenstadt zwischen hohen Häusern läuft, braucht mehr Schichten.
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