Gleiche Temperatur, komplett anderes Erlebnis. An einem bedeckten Tag greifst du zur Jacke. An einem sonnigen Tag mit denselben 14°C reicht eine dünne Schicht. Der Unterschied ist nicht der Thermometer, sondern die direkte Sonnenstrahlung auf deiner Haut.
Infrarot trifft direkt auf die Haut
Sonne gibt Infrarotstrahlung ab, die von der Luft kaum aufgehalten wird. Sie trifft direkt auf deine Haut und Kleidung und wärmt dich von außen, unabhängig davon, wie kalt die Luft ringsum ist. Dieser Effekt ist an einem windstillen Sommertag besonders stark – bis zu 10 Grad gefühlte Wärmezunahme sind möglich. Im Frühjahr und Herbst liegt der Wert eher bei 3 bis 8 Grad.
Wann der Effekt groß ist – und wann nicht
Die Stärke hängt von mehreren Dingen ab:
Die Sonnenhöhe spielt eine Rolle. Im Sommer steht die Sonne hoch, der Einstrahlwinkel ist steil, die Energie pro Flächeneinheit auf deiner Haut hoch. Im Winter kommt die Sonne flach und schwach an. Bewölkung unterbricht die Strahlung fast vollständig – ein geschlossenes Wolkendeck schluckt 70 bis 80 Prozent davon. Und wenn Wind hinzukommt, wird der Wärmegewinn durch Windchill zum Teil wieder aufgefressen.
KorteBroekAan.nl und Bewölkung
KorteBroekAan.nl bezieht den aktuellen Bewölkungsgrad mit in die Berechnung der Gefühlstemperatur ein. Bei klarem Himmel fällt die Empfehlung anders aus als bei bedecktem – auch wenn der Thermometer dieselbe Zahl zeigt.
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Praktisch gedacht
Das erklärt, warum du im März manchmal in der Sonne sitzt und fast froh bist, keinen Pullover zu tragen – während du zehn Meter weiter im Schatten sofort frösteln würdest. Die Sonne verändert das Erlebnis drastisch. Wer das beim Anziehen ignoriert, zieht zu viel an oder zu wenig aus.
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