Messungen passieren im Schatten. Immer. Die Wetterstationen hängen geschützt vor direkter Sonnenstrahlung, weil man sonst nicht die Lufttemperatur misst, sondern die aufgeheizte Oberfläche. Das bedeutet: die 18°C, die du siehst, gelten für den Schatten.
In der Sonne ist es mehr.
Wie viel mehr?
Der Unterschied hängt von Jahreszeit und Windstärke ab. An einem windstillen Sommertag mit voller Sonne kann deine Haut 6 bis 10 Grad mehr wahrnehmen als die angezeigte Temperatur. Im Frühjahr und Herbst sind es eher 3 bis 5 Grad. Mit Wind wird der Gewinn kleiner, weil Windchill gegenwirkt.
| Situation | Lufttemperatur | Gefühlstemperatur |
|---|---|---|
| Volle Sonne, windstill | 18°C | ~24°C |
| Schatten, windstill | 18°C | ~17°C |
| Volle Sonne, leichte Brise | 18°C | ~21°C |
| Schatten, leichte Brise | 18°C | ~15°C |
7 Grad Unterschied zwischen voller Sonne windstill und Schatten mit Brise – bei derselben Lufttemperatur.
Wechsel zwischen Sonne und Schatten
Was das im Alltag bedeutet: Du sitzt in der Sonne auf einer Bank, ziehst die Jacke aus, alles gut. Dann gehst du durch eine schattige Straße und fröstelst. Nicht weil sich das Wetter geändert hat – sondern weil du gerade den Strahlengewinn verloren hast, den du vorher unbewusst eingerechnet hattest.
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Für die Kleidungswahl
Wenn du vorhast, viel Zeit im Schatten zu verbringen – in schattigen Parks, Innenstädten mit hohen Gebäuden, Wäldern – dann kleidest du dich besser für die Schattentemperatur. Plane eine Schicht mehr ein, die du ausziehen kannst, wenn du in die Sonne kommst. Die Temperaturanzeige allein sagt dir nichts über deine tatsächliche Route.
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