4 Min. Lesezeit 11. März 2026

Kurze Hosen auf dem Fahrrad: Wind macht es kälter

Radfahren erzeugt seinen eigenen Wind. Schon bei geringen Geschwindigkeiten ist die Windkälte auf dem Fahrrad erheblich. Wie Geschwindigkeit und Temperatur sich für Radfahrer in Shorts kombinieren.

Radfahren erzeugt Wind, auch an einem windstillen Tag. Bei 20 km/h erzeugt man eine ständige Brise an den Beinen, die eine Lufttemperaturmessung nicht berücksichtigt. Das ist wichtig für Shorts-Entscheidungen.

Windkälte beim Radfahren

Windkälte hängt sowohl von Lufttemperatur als auch von Windgeschwindigkeit ab. Auf dem Fahrrad addiert man seine Fahrgeschwindigkeit zu jedem tatsächlichen Wind. Mit 18 km/h in einen Gegenwind von 15 km/h fahren bedeutet, dass die Beine 33 km/h Wind ausgesetzt sind.

Bei 16°C Lufttemperatur und 30 km/h effektivem Wind sinkt die Windkälte auf etwa 11°C auf der exponierten Haut. Das ist für nackte Beine bei einer längeren Fahrt kalt.

RadgeschwindigkeitLufttempEffektive Gefühlstemperatur
15 km/h, kein Gegenwind18°C~15°C
20 km/h, kein Gegenwind18°C~14°C
20 km/h, 15 km/h Gegenwind18°C~11°C
25 km/h, 10 km/h Gegenwind20°C~14°C
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Die Faustformel für Radfahren

Für das Radfahren die Mindest-Shorts-Schwelle um 5–8°C erhöhen. Wer normalerweise ab 18°C kurze Hosen trägt, sollte beim Radfahren eher 23–25°C anpeilen. Oder Beinwärmer für den ersten Teil der Fahrt mitnehmen und sie abnehmen, sobald man warm geworden ist.

Fahren vs. Stehen

Der andere Faktor ist das Anhalten. Radfahren erzeugt Körperwärme, die den Wind ausgleicht. Sobald man an einer Ampel oder einem Café anhält, hört diese Wärmeproduktion auf, aber die Kälte nicht. Nach längerem Anhalten in Shorts bei 16°C braucht man beim Losfahren ein paar Minuten, um sich wieder aufzuwärmen.

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