4 Min. Lesezeit 21. April 2026 Aktualisiert am 24. April 2026

Warum Temperatur allein nicht reicht für Kleidungsempfehlungen

Der Thermometer misst die Luft im Schatten, geschützt vor Wind und Sonne. Was du draußen tatsächlich spürst, hängt von ganz anderen Faktoren ab.

Der Wetterdienst meldet 17°C. Du gehst raus und frierst. Oder du ziehst die Jacke an und schwitzt. Beides passiert ständig – und hat denselben Grund: Die Temperaturmessung sagt dir nur einen kleinen Teil der Geschichte.

Was ein Thermometer wirklich misst

Meteorologische Thermometer hängen im Schatten, geschützt vor direkter Sonnenstrahlung und Niederschlag, bei guter Luftzirkulation. Die 17°C, die du siehst, sind die Lufttemperatur unter diesen kontrollierten Bedingungen – nicht das, was deine Haut draußen erleben wird.

Sobald Wind, Sonne, Bewölkung oder Regen ins Spiel kommen, verändert sich die gefühlte Temperatur erheblich.

SituationLufttemperaturGefühlstemperatur
Sonnig, windstill17°C~22°C
Bewölkt, windstill17°C~16°C
Bewölkt, 30 km/h Wind17°C~11°C
Regen, 20 km/h Wind17°C~10°C

Dieselben 17°C – aber ein Unterschied von über 12 Grad in der gefühlten Temperatur, je nach Bedingungen.

Die drei wichtigsten Abweichungen

Wind bläst die Wärmeschicht auf deiner Haut weg. Bei 40 km/h verlierst du 4 bis 7 Grad gefühlte Wärme. Sonnenstrahlung tut das Gegenteil und kann 4 bis 8 Grad dazugeben. Regen macht Kleidung nass – und nasse Kleidung leitet Körperwärme 25-mal schneller ab als trockene.

Alle drei zusammen oder in Kombination verschieben die Wahrnehmung weit über das hinaus, was der Thermometer anzeigt.

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Warum das für die Kleidungswahl wichtig ist

Wer sich nur nach der angezeigten Temperatur richtet, liegt im Zweifel falsch. An einem windigen, bewölkten Tag mit 17°C brauchst du ganz andere Kleidung als an einem stillen, sonnigen Tag mit denselben 17°C. KorteBroekAan.nl berechnet deshalb die Gefühlstemperatur – und empfiehlt auf Basis davon, nicht auf Basis des rohen Thermometerwerts.

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