Nicht jeder Regen ist gleich. Ein Nieselregen, der eine Stunde lang fällt, kann weniger problematisch sein als ein fünfminütiger Schauer. Und ein Wolkenbruch macht dich in Sekunden nass, egal was du trägst. Die Regenmenge in Millimetern pro Stunde gibt dir einen konkreten Hinweis, womit du es zu tun hast.
Die Skala im Überblick
| mm/Stunde | Intensität | Was passiert mit dir |
|---|---|---|
| unter 0,5 | Nieselregen | Kaum nass, auch ohne Schutz |
| 0,5–2 | Leichter Regen | Leicht nass nach einiger Zeit |
| 2–7 | Mäßiger Regen | Schnell nass, Schutz sinnvoll |
| 7–15 | Starker Regen | In Minuten durchnässt |
| über 15 | Starkregen/Wolkenbruch | Nicht ohne Schutz unterwegs |
Warum Nässe gefährlicher ist als Kälte
Wasser leitet Wärme 25-mal besser als Luft. Nasse Kleidung zieht Körperwärme also drastisch schneller ab als trockene – selbst bei Temperaturen, die sich eigentlich harmlos anhören. Bei 15°C und nassem Shirt kann dir deutlich kälter sein als bei 8°C trocken.
Dazu kommt: Wenn nasse Kleidung trocknet, kostet der Verdunstungsprozess zusätzliche Energie. Bei Wind beschleunigt sich das – und du kühlst schneller aus.
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Was das für die Kleidungswahl heißt
Bei Nieselregen reicht oft eine leicht wasserabweisende Schicht. Bei mäßigem oder starkem Regen braucht es eine wirklich wasserdichte Jacke, keine "wasserabweisende". Wasserdichte Schuhe machen bei 7+ mm/h mehr Unterschied als viele ahnen. Wer länger draußen ist, sollte auch an die Unterkleidung denken – nasse Baumwolle kühlt besonders effizient aus, Wolle hält dagegen auch nass noch Wärme.
Regenmenge ist der Faktor, den Wetter-Apps zwar anzeigen, den aber die wenigsten beim Anziehen aktiv einbeziehen. Dabei ist er oft entscheidender als die Temperatur selbst.
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