4 Min. Lesezeit 14. April 2026

Warum Regenmenge wichtig ist für Kleidungsempfehlungen

Ob Nieselregen oder Wolkenbruch – die Menge an Millimetern pro Stunde entscheidet, wie schnell du nass wirst. Und Nässe kühlt schneller als die meisten denken.

Nicht jeder Regen ist gleich. Ein Nieselregen, der eine Stunde lang fällt, kann weniger problematisch sein als ein fünfminütiger Schauer. Und ein Wolkenbruch macht dich in Sekunden nass, egal was du trägst. Die Regenmenge in Millimetern pro Stunde gibt dir einen konkreten Hinweis, womit du es zu tun hast.

Die Skala im Überblick

mm/StundeIntensitätWas passiert mit dir
unter 0,5NieselregenKaum nass, auch ohne Schutz
0,5–2Leichter RegenLeicht nass nach einiger Zeit
2–7Mäßiger RegenSchnell nass, Schutz sinnvoll
7–15Starker RegenIn Minuten durchnässt
über 15Starkregen/WolkenbruchNicht ohne Schutz unterwegs

Warum Nässe gefährlicher ist als Kälte

Wasser leitet Wärme 25-mal besser als Luft. Nasse Kleidung zieht Körperwärme also drastisch schneller ab als trockene – selbst bei Temperaturen, die sich eigentlich harmlos anhören. Bei 15°C und nassem Shirt kann dir deutlich kälter sein als bei 8°C trocken.

Dazu kommt: Wenn nasse Kleidung trocknet, kostet der Verdunstungsprozess zusätzliche Energie. Bei Wind beschleunigt sich das – und du kühlst schneller aus.

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Was das für die Kleidungswahl heißt

Bei Nieselregen reicht oft eine leicht wasserabweisende Schicht. Bei mäßigem oder starkem Regen braucht es eine wirklich wasserdichte Jacke, keine "wasserabweisende". Wasserdichte Schuhe machen bei 7+ mm/h mehr Unterschied als viele ahnen. Wer länger draußen ist, sollte auch an die Unterkleidung denken – nasse Baumwolle kühlt besonders effizient aus, Wolle hält dagegen auch nass noch Wärme.

Regenmenge ist der Faktor, den Wetter-Apps zwar anzeigen, den aber die wenigsten beim Anziehen aktiv einbeziehen. Dabei ist er oft entscheidender als die Temperatur selbst.

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